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Vogelgrippeeinsatz auf Rügen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jesko Jachens   
Donnerstag, 02 März 2006
ImageVom 20. Februar bis zum 1. März waren Kräfte des THW Preetz auf Rügen im Einsatz und haben gemeinsam mit Helfern des THW Neustadt eine Fahrzeug-Dekontaminationsschleuse betrieben um die örtlichen Einheiten bei der Bekämpfung der Vogelgrippe zu unterstützen.

Am Montag, 20. Februar, gegen 13:40 Uhr meldete sich die THW Geschäftstelle Lübeck beim stellvertretenden Ortsbeauftragten des THW Preetz mit dem Auftrag, die Ausstattung zum Aufbau der vorher erprobten Dekontaminationsschleuse einsatzbereit zu machen. Die Schleuse wurde vom Landkreis Rügen angefordert.

Ab 15:00 Uhr trafen die ersten Kräfte in der THW Unterkunft ein, bereit für einen einwöchigen Einsatz auf Rügen. Die notwendige Ausstattung wurde verlastet und das THW Preetz meldete um 16:30 Uhr die Marschbereitsschaft für MTW, GKW I, Kipper und Anhänger Einsatzgerüstsystem sowie neun Helfer.

Sogleich kam der Auftrag die Einheit zur Geschäftsstelle Lübeck zu verlegen. Dort trafen wir gegen 17:50 Uhr zeitgleich mit 9 weiteren Helfern vom THW Neustadt ein. Nach einer Einsatzbesprechung und dem verlasten weiterer notwendiger Ausrüstung konnten wir uns um 18:50 im geschlossenen Verband Richtung Rügen auf den Weg machen.

Kurz vor 23:00 Uhr trafen wir vor Stralsund auf unsere Eskorte und wurden zum THW Ortsverband Stralsund geleitet, wo wir eine Mahlzeit einnehmen konnten und eine erste Einweisung in die Lage vor Ort bekamen. Danach wurden wir zum THW Ortsverband Bergen auf Rügen geleitet, wo wir uns der THW Führungsstelle Bergen unterstellten und unseren Einsatzauftrag bekamen: Aufbau und Betrieb der Dekontaminationsschleuse auf der L30 südlich der Ortschaft Juliusruh.

Um 0:45 Uhr am Dienstagmorgen verließen wir Bergen und wurden nach Juliusruh geführt, wo wir um 1:15 Uhr eintrafen. Der Aufbau der Anlage begann sofort. Der Standort war direkt an einer Kreuzung nahe eines Campingplatzes gelegen, für den Verkehr blieb eine Fahrspur der L30 übrig.

Um 5:10 Uhr war der Aufbau abgeschlossen und bis auf den notwendigen Verkehrsicherungstrupp konnten sich alle Helfer in die Fahrzeuge zurückziehen, um zumindest ein wenig Schlaf zu bekommen, immerhin waren wir zu diesem Zeitpunkt alle an die 24 Stunden wach.

Im Laufe des Dienstag Vormittag wurde die Anlage vom zuständigen Amtsveterinär abgenommen und durch das Landratsamt das festgelegte Desinfektionsmittel (Ameisensäure in 1%iger Lösung) sowie Vollschutzausrüstung geliefert.

Im Zeitraum vom 21. bis zum 28. Februar haben wir dann die Einsatzfahrzeuge der eingesetzten Organisationen (Bundeswehr, Feuerwehr, Polizei, THW sowie verschiedene Ämter) dekontaminiert. Die Dekon-Schleuse war täglich rund um die Uhr besetzt, dazu wurden zwei 12-Stunden-Schichten eingerichtet. Neben dem Betrieb der Schleuse waren auch ständig Helfer mit Aufgaben bei der Verkehrssicherung sowie Logistik beschäftigt.

Da sich im größeren Umkreis kein Hydrant befand, wurden wir täglich durch ein Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Altenkirchen mit 2000 Liter Wasser für die Dekon-Schleuse versorgt.

Die Unterbringung der sich in Ruhe befindlichen Kräfte erfolgte erst in Räumen einer Schule in Bergen später in Räumen auf dem erwähnten Campingplatz, wodurch jeweils eine Stunde Fahrtzeit eingespart werden konnte.

Am 1. März begann der allmähliche Rückzug der Bundeswehreinheiten und auch für uns kam das Kommando zum Rückbau der Dekon-Anlage. Nach dem Abbau und der anschließenden Dekontamination unserer eigenen Fahrzeuge, Geräte und des Personals konnten wir am Nachmittag Rügen verlassen und trafen gegen 20:00 Uhr wieder in Preetz ein.

Bilder Serie

Letztes Update ( Montag, 21 August 2006 )
 
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