Advertisement

Rettungsstange kann Leben retten PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Björn Martinen   
Freitag, 14 Juli 2006
ImageLandrat würdigt verbesserte Universalrettungsstange beim THW Ortsverband Preetz.

Während eines Besuches des Technischen Hilfswerkes in Preetz informierte sich Landrat Dr. Volkram Gebel über die Funktionsweise und Einsatzmöglichkeit einer Universalrettungsstange. Es handelt sich dabei um eine Erfindung von Rudi Behrendt aus Heikendorf, mit der verunglückte Menschen aus schwierigen Lagen befreit werden können. Mit der Teleskop Rettungsstange könne man alles Erdenkliche bei Unglücken oder Unfällen öffnen, bergen und auch anheben. Bei einem Verkehrsunfall in der Probstei sei sie bereits 1995 erfolgreich zum Einsatz gekommen: Aus einem schwer demolierten Pkw konnte mittels der Stange bereits eine eingeklemmte, schwer verletzte Frau zügig geborgen werden.

Die Rettungsstange wurde unter schwierigsten Bedingungen mehrere Jahre von der Freiwilligen Feuerwehr Neuheikendorf erprobt und hat sich dabei bewährt. Jetzt wurde sie zum Patent angemeldet, und das Technischen Hilfswerk Ortsverband Preetz, welches das Rettungsgerät vom Erfinder geschenkt bekommen hat, möchte auf Bundesebene mit Unterstützung des Landrats für die Erfindung die Serienreife einwerben. „Die Perspektiven für einen breit angelegten Einsatz dieser auch leicht zu transportierenden Universalrettungsstange sind viel versprechend. Sie ist ein Schnelleinsatzmittel für das THW, für Feuerwehr, Polizei und andere Institutionen im Rettungswesen, so auch im Bergrettungseinsatz oder dem Forstdienst bei der Waldarbeit, da man mit der Stange auch problemlos schwere Gegenstände wie Bäume oder Autos anheben kann. Sie wurde nicht zuletzt bei der Silberbeil-Wiederholungsprüfung erfolgreich ins Programm eingeführt und auf vielen Großveranstaltungen der Heikendorfer Feuerwehr fand sie immens viel Anklang“, so Dr. Gebel beim THW.

Bei seinem Besuch des Preetzer THW dankte der Landrat den ehrenamtlichen Helfern des Technischen Hilfswerkes, die nicht nur bei der Katastrophenabwehr verlässliche Partner sind, sondern auch bei vielen anderen Gefahren und Störungen innerhalb des Kreisgebietes wirksam Hilfe geleistet hätten. So konnten mit Hilfe des THW im März ein Flugzeugabsturz und der Brand einer größeren Lagerhalle innerhalb des Kreises Plön an nur einem Tag bewältigt werden.

Nicht nur innerhalb der Kreisgrenzen wurde das THW tätig. Auch bei dem diesjährigen Frühjahrs-Hochwasser der Elbe wurden wieder Einsatzkräfte des THW des Kreises Plön in Lauenburg eingesetzt. Da es sich beim THW um eine so genannte Bundesanstalt handelt, die dem Bundesinnenministerium untersteht, sind auch Auslandseinsätze in Krisengebieten möglich.

So wurden Helfer des THW aus dem Kreis Plön innerhalb der letzten 2 Jahre z.B. nach Sierra Leone, Tunesien und Weißrussland geschickt, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Diese umfasst nicht nur das Eingreifen in Katastrophenfällen, sondern auch vorbeugende Hilfeleistungen. So wurde in Weißrussland (Brest) mitgeholfen ein Krankenhaus zu errichten und in Sierra Leone eine Tinkwasseraufbereitungsanlage aufgebaut. Weiterhin wurden von hiesigen THW-Helfern Kräfte ausgebildet, die dann vor einigen Wochen in die uns aus den Medien bekannten Überschwemmungsgebieten der Donau nach Rumänien geschickt wurden. Auch für die Tsunami-Katastrophe in Südostasien standen Einsatzkräfte des THW im Kreis Plön bereit.

Innerhalb des Kreises Plön gibt es neben den 2 Berungsgruppen jedes Ortsverbandes, drei Fachgruppen: Eine für Wassergefahren in Plön und zwei in Preetz, für Tauchen die Bergungstaucher sowie die Fachgruppe Räumen mit schwerem Gerät. Den jeweiligen Standorten stehen dabei ständig 3 Fahrzeuge (Gerätekraftwagen 1 und 2 sowie ein Zugtruppfahrzeug) zur Verfügung. Zusätzlich ist in Plön ein Lkw mit Anbaukran und in Preetz ein Lkw-Kipper mit Tieflader und Bergungsräumgerät vorhanden. Letztlich verfügen beide Standorte noch über verschiedene Boote, die für Transportarbeiten und Rettungseinsätze genutzt werden.

Folglich verfügt das THW neben den hervorragend ausgebildeten Spezialkräften auch über entsprechend bundesfinanzierte Gerätschaften, die bei den zurzeit leeren Kommunalkassen immer häufiger auch für Einsätze innerhalb des Kreises genutzt werden. „Da Bundeseinheiten des THW jederzeit von jedem über die zuständige Leitstelle angefordert werden können, bedarf es einer sehr guten Organisation der Kräfte und des Geräts. Sicher werde auch die neue Rettungsstange beim THW nützliche Dienste leisten“, so der Landrat abschließend.

-> Bilderserie

Letztes Update ( Donnerstag, 30 Oktober 2008 )
 
< zurück   weiter >
© 2018 OV Preetz, Technisches Hilfswerk
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.