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Bagger im Moor versunken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jesko Jachens   
Sonntag, 09 Oktober 2005
ImageAm Abend des 7. Oktober 2005 meldete sich eine Hamburger Firma beim Technischen Hilfswerk des Kreises Plön mit einem Hilfsersuchen. Bei Drainagearbeiten zwischen Depenau und Stolpe ist ein 18t-Kettenbagger im Moor versunken.

Am Samstag Morgen machten sich daher Einsatzkräfte der Ortsverbände Plön und Preetz des THW auf nach Depenau und erkundeten die Lage.

Von dem Bagger schauten nur noch ca. 30cm der Kanzel und Teile des Baggerarms aus dem Moor. Befestigte Wege und Straßen gab es in ca. einem Kilometer Umkreis von der Einsatzstelle nicht und das Befahren des Moores mit Radfahrzeugen – insbesondere mit Lastwagen – wäre unverantwortlich gewesen. Eine Bergung mit den örtlichen Mitteln des THW erschien daher nicht möglich.

Die Ortsbeauftragten der beiden THW Ortsverbände nahmen daher Kontakt mit der Bundeswehr auf, und forderten einen Bergepanzer zur Unterstützung an. Mit diesem Fahrzeug wäre sowohl das Befahren des Moores möglich, gleichzeitig weist seine Seilwinde ausreichend Kraft auf, um den Bagger aus dem Moor zu ziehen.

Gegen Nachmittag traf ein Bergepanzer aus Lütjenburg in Depenau ein. Nach einer Lageerkundung mit dem anwesenden Hauptmann der Bundeswehr entschloss man sich, die Bergung zu versuchen.

Die Arbeiter hatten bereits am Mittwoch, bevor der Bagger zu sinken begann, ein Stahlseil an ihm befestigt. Dieses wurde nun mit der Seilwinde des Bergepanzers verbunden. Während mit der Seilwinde gezogen wurden, arbeiteten die Einsatzkräfte gleichzeitig mit einem zweiten Bagger der Landschaftsbaufirma, um den versunkenen Bagger frei zu schaufeln, so dass die Seilwinde etwas entlastet wurde.

Dennoch riss nach mehreren Stunden versuchter Bergung der Schäkel und die Öse, an der das Stahlseil an dem versunkenen Bagger befestigt war. Dieser war nunmehr ein bis zwei Meter unter der Oberfläche versunken.

Der Bergepanzer hatte sich unterdessen selbst festgefahren und wurde von einem zweiten nachgeforderten Bergepanzer erfolgreich geborgen.

Nach Aussagen der Firma ist das Moor an dieser Stelle ca. 16 Meter tief, bis man auf festen Untergrund stößt.

Am Montag wird die Firma Kontakt mit den zuständigen Behörden aufnehmen und weitere Maßnahmen erörtern.

Bilder Serie

Letztes Update ( Sonntag, 06 Januar 2013 )
 
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