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Überschwemmungen im Kreis Ostholstein PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jesko Jachens   
Freitag, 10 August 2007
ImageAm Abend des 10. August 2007 kam es in Folge von heftigen Regenfällen im Kreis Ostholstein zu Überschwemmungen.

THW Fachberater waren in den Krisenstäben vertreten, um die Einsatzleitung über Einsatzoptionen des THW zu informieren.

Für den Technischen Zug Preetz wurde durch den THW Länderverband gegen 21:45 Uhr Abmarschbereitschaft für evtl. Pumpeneinsätze angeordnet.

Ab 22:00 Uhr waren Einsatzkräfte des THW Preetz marschbereit mit Tauch- und Schmutzwasserpumpen mit einer Gesamtpumpleistung von ca. 20000 Litern je Minute. Zum Betreiben der Pumpen ist das 50 kVA Stromaggregat vorgesehen.

Die meisten Pumpen, wie auch das Stromaggregat, werden vom Förderverein des THW in Preetz e.V. bereitgestellt.

Kurz nach 23:00 Uhr erfolgte die Anforderung des Technischen Zuges Preetz durch die Leitstelle Ostholstein.

Die 14 Einsatzkräfte machten sich auf den Weg zur Feuerwehr Lensahn. Dort konnte 1. Bergungsgruppe beim Keller Lenzen im Wildkoppelweg helfen, während sich die 2. Bergungsgruppe mit den schweren Pumpen in Stellung brachte die von den Feldern ankommenden Wassermassen über die L258 zu pumpen. Dieser Auftrag konnte jedoch abgebrochen werden, da zwischenzeitlich eine Großpumpe vom Wasser- und Bodenverband diese Aufgabe übernahm.

Stattdessen wurde die 2. Bergungsgruppe in die Ortschaft Grube gesandt. Dort wurde die K50 zwischen Grube und Dahme überschwemmt und eine tiefer gelegene Wohnsiedlung am Johannes-Stricker-Ring unter Wasser gesetzt.

Die Preetzer THW Helfer unterstützte örtliche Feuerwehr beim Abpumpen der über die K50 kommenden Wassermassen in die Siele in Richtung Ostsee, während zeitgleich von Feuerwehrkräften ein Sandsackwall zum Schutz der Wohnsiedlung errichtet wurde.

Die 1. Bergungsgruppe wurde zwischenzeitlich von Lensahn in die Ortschaft Guttau verlegt, hier stand der Ortskern unter Wasser. Nachdem diese Überflutung in den frühen Morgenstunden des 11. August beseitigt war, konnte die 1. Bergungsgruppe ebenfalls nach Grube kommen, um dort die Feuerwehr beim den Lenzarbeiten im Johannes-Stricker-Ring zu unterstützen.

Gegen 13:00 Uhr am 11. August wurde das Preetzer Personal durch weitere frische Kräfte aus der Heimat abgelöst, welche die Arbeiten fortführten und ihrerseit gegen Mitternacht wieder abgelöst wurden.

Am darauffolgenden Sonntag, 12. August, entspannte sich die Lage zunehmend: Die Siedlung am Johannes-Stricker-Ring war trockengelegt und gesichert und die Preetzer THW Einheiten konnten von der Feuerwehr Grube aus dem Einsatz entlassen und nach Hause geschickt werden.

-> Bilderserie 1

-> Bilderserie 2

Letztes Update ( Mittwoch, 15 August 2007 )
 
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