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Taucher von THW, Feuerwehr und Johanniter üben gemeinsam in Neustadt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Dirk Esser   
Sonntag, 04 Juli 2010
ImageTaucher von THW, Feuerwehr und JUH übten gemeinsam im Neustädter Hafen Neustadt. Unter Federführung der Bergungstaucher des Technischen Hilfswerks aus Preetz fand am vergangenen Freitag und Samstag in Neustadt eine gemeinsame Tauchausbildung von Feuerwehrtauchern aus Eckernförde und den Johanniter Rettungstauchern aus Eutin statt.

In Neustadt bot sich für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte die seltene Gelegenheit, ein Großschiff zu betauchen und im Umfeld der Hafenanlage verschiedene Übungsszenarien durchzuspielen.

Neben der Suche nach vermissten Personen wurden von den Tauchern auch handwerkliche Fähigkeiten gefordert, so galt es z.B. unter Wasser ein etwa daumendickes Stahlseil durchzumeißeln oder aus einem einfachen Vierkantholz in max. 30 min ein sauber eingepasstes Holzkreuz zu zimmern. "In der Realität sind solche Arbeiten unter Wasser eher unwahrscheinlich, solche Übungen dienen lediglich dazu, Stress zu erzeugen und trotzdem zielgerichtet handeln zu lernen. Dies ist eine große physische wie psychische Belastung, die den Luftverbrauch enorm ansteigen lässt, hier muss man bei zum Teil "null Sicht" Ruhe bewahren", so THW Bergungstaucher Dirk Esser.

Erstmals kooperierten die Taucher dieser verschiedenen Institutionen so eng miteinander und alle Beteiligten zeigten sich nach den zwei Tagen zuversichtlich, dies in der Zukunft noch ausbauen zu wollen.

Mein persönliches Anliegen ist es, die Ausbildung und Prüfungsinhalte der einzelnen Institutionen zukünftig möglichst zu vereinheitlichen, dabei aber einen hohen Ausbildungsstandard zu gewährleisten", so Tauchermeister Ralf-Ove Homann von der Freiwilligen Feuerwehr Eckernförde.

Den Abschluss der gemeinsamen Ausbildung bildete eine Bergungsübung, bei der unter Wasser eine etwa 300 kg schwere Betonplatte mittels eines luftgefüllten Hebesacks bis zur Wasseroberfläche angehoben wurde, die dann mit Hilfe eines Arbeitsbootes des THW verschoben und an einer vorher markierten Position wieder kontrolliert versenkt wurde.

Die Verpflegung wurde von der Fachgruppe Fachgruppe Logistik-Verpflegung mit der Feldküche sichergestellt. Die 1. Bergungsgruppe, welche als landseitige Unterstützung mit nach Neustadt gereist war, nutzte die Gelegenheit für eine Ausbildung unter schwerem Atemschutz im vernebelten Schiffsinnern sowie für eine Übung in der Leckabdichtung, bei der viel handwerkliches Geschick gefragt war.

Die Tauchergruppe des THW Preetz sucht übrigens noch Personal zur Verstärkung. Unabhängig davon, ob taucherische Fertigkeiten schon vorhanden sind, können sich Interessierte direkt unter 04342 – 889781 an den Ortsverband Preetz wenden.

Letztes Update ( Mittwoch, 21 Juli 2010 )
 
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