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Einsatz nach Unwettertief Claudia PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Zugführer   
Sonntag, 28 Juli 2002
ImageZu einem seiner größten Einsätze wurde der Ortsverband Preetz am Donnerstag, den 18.07.2002 alarmiert: Nach Anforderung durch die BF Lübeck über den GFB Lübeck wurde um 10:00 Uhr der gesamte TZ Preetz alamiert und setzte sich um 10:30 Uhr in Richtung Travemünde in Marsch.

Im Bereich Travemünde galt es zunächst vollgelaufene Keller zu lenzen.

Da sich jedoch auch im eigenen Kreisgebiet die Lage dramatisch verschärfte und unsere Hilfe gebraucht wurde, verließen wir Travemünde und fuhren mit Sonderrechten zu den neuen Einsatzorten Stein und Krokau.

Der Ort Krokau war vollständig Uberfluttet und ohne Strom. Hier kam die 2 Bergungsgruppe mit ihrem 50 KVA Aggregat zum Einsatz. Die ganze Nacht wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und für die Pumpen der Feuerwehr Strom bereitgestellt.

Der Rest des TZ Preetz brachte seine Pumpen in Stein in Stellung und pumpte mit den Feuerwehren das Wasser aus dem Ort über den Deich in die Ostsee. Nachdem um 23:00 Uhr einige verschlammte Siele durch uns geöffnet werden konnten, war der Ort Stein gegen 01:00 Uhr wieder trocken.

Der Vollzug war der Leitstelle noch gar nicht ganz gemeldet, da kam schon die nächste Anforderung durch die FF Stakendorf. Im Hotel Felsenburg drohten die Heizoeltanks aufzuschwimmen und auszulaufen. Diese wurden durch uns gesichert und wir begannen damit den Keller zu lenzen. Parallel dazu wurden Sandsäcke zur Sicherung der Zufahrtsstraßen verbaut.

Die Erkundung am Freitagmorgen ergab weit überflutete Flächen mit einem Campingplatz, mehreren Ortsteilen und Ferienhäusern. Hier war absehbar, dass der Einsatz länger dauern würde. Also wurde unsererseits eine Tag- und Nachtschicht eingeteilt. Da erhöhte Pumpenleistung gefordert war, wurden weitere Feuerwehren und THW Einheiten, insbesondere Hannibal-Pumpen, durch die Einsatzleitung angefordert.

Am Samstag wurde die GEO durch den Kreis Plön als Einsatzleitung vor Ort eingesetz. Inzwischen waren dort 20 Ortswehren, 8 THW Ortsverbände und die JUH Schönberg eingesetzt. Mit langsam fallenden Wasserpegel beendeten die Feuerwehren am Sonntag gegen 17.00 Uhr ihren Einsatz und die Einsatzstelle wurde dem THW komplett übergeben.

Am Montagnachmittag ist der Wasserstand so weit abgesunken, das die Pumparbeiten in Stakendorf eingestellt werden können. Im Bereich Kalifornien/ Brasilien sind die Wasserstände aber noch so hoch, daß sämtliche THW Ortsverbände ihre Pumpen dort wieder aufbauen. Die Pumpen laufen hier noch bis zum Mittwochmittag. Erst jetzt können die letzten THW-Einheiten den Einsatzort verlassen.

Am Dienstag gegen 13.00 Uhr erreicht den OV Preetz noch ein Zusatzauftrag : Im ehemaligen Überschwemmungsgebiet Stakendorf droht eine Pappelallee durch aufkommenden Wind umzustürzen. Insgesamt acht große Pappeln werden von uns mit Hilfe der Seilwinde des GKW I sicher gefällt. Dieser Einsatzabschnitt endet um 23.00 Uhr.

Nun beginnt in den Unterkünften das große Reinigen, Aufräumen und Reparieren der eingesetzten Gerätschaften und Fahrzeuge. Man kann nun auf einen sechstätigen Einsatz zurückblicken, der anstrengend und erfolgreich war. Im ganzen Einsatzverlauf herschte trotz der anstrengenden Arbeit eine sehr gute Stimmung und Kameradschaft unter allen eingesetzten Hilfskräften. Auch zu den Anwohnern, die uns zwischendurch immer wieder mit zusätzlicher Verpflegung versorgten, herrschte ein sehr guter Kontakt.

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Letztes Update ( Dienstag, 10 November 2015 )
 
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